Jakobsweg Karte

Etappe 23: Von Rabanal del Camino nach Molinaseca

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Distanz: 26 km
Gehzeit: 8 Stunden
Höhenmeter: 603 m

Der einsame Weg über die Montes de León ist eine ungeheuer eindrucksvolle Etappe für mich gewesen. Den ersten Ort nach meinem Aufbruch in Rabanal del Camino erreichte ich nach 6 Kilometern und immerhin schon 258 Höhenmetern – Foncebadón.

Es war endlich richtig warm geworden und ich kam nicht an der sonnigen Bank vor der kleinen Bar dort vorbei. Da ich sowieso noch aufschreiben wollte, was ich von der „alten Doris“ am Cruz zurücklassen wollte, erledigte ich dies gleich dort an diesem ruhigen, sonnigen Plätzchen. Den Zettel knotete ich an meinen Stein, den ich von Zuhause mitgebracht hatte.

Nach einem weiteren kurzen Anstieg kam ich zum Cruz de Ferro auf 1.504 m. Auf diesem beachtlichen Steinhügel legt ich sorgsam meinen Stein, und auch alles was ich zurücklassen wollte, ab. Ich ging dann aber rasch weiter, weil sich bereits viele Autotouristen dort aufhielten und sich auch noch eine Busladung Tagestouristen auf den Hügel stürzte.

Ich kam kurz darauf zum verlassenen Bergdorf Manjarín, wo die Asociación Circulo Templario eine Herberge nach alter Templertradition betreibt. Ich war so mit eigenen Reflexionen beschäftigt, dass ich in Gedanken vertieft daran vorbeizog und nach über 2 Stunden auch El Acebo links liegen ließ.

Durch eine herrliche Ginster- und Heidelandschaft erreichte ich Riego de Ambrós und stieg dann auf teils schwierigen Gesteinswegen hinunter nach Molinaseca auf 603 m, ein wunderschöner Ort am Río Meruelo.

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