Jakobsweg Karte

Etappe 28: Von Sarria nach Portomarín

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Distanz: 21 km
Gehzeit: 6 Stunden
Höhenmeter: 400 m

Ich lief um 14 Uhr in Sarria weiter und hatte an diesem Nachmittag eine ganz neue, wunderbare Erfahrung: der Camino ist um diese Zeit wie leergefegt! Fast alleine genoss ich die alten Wege dieser Etappe, an vielen kleinen Dörfern vorbei.

Ich freute mich über das herrliche Wetter und ließ mir alle Zeit, um in Ruhe zu rasten, und auch zu fotografieren. Motive gab es mehr als genug auf dieser Strecke: steinerne Wegkreuze und Heiligennischen, Steinmäuerchen zwischen den einzelnen Grundstücken, uralte Baumgruppen, dann wieder ein Weiler mit wenigen Häusern, ein Bach, der mittels eines Steinplattensteges gequert wird, Felder, dann wieder Wiesen und Weiden, … .

Und dann kurz vor Morgade – der Kilometerstein 100! Nur noch 100 km bis Santiago, dachte ich fast ein bißchen wehmütig.

Ich hatte wirklich die Ruhe weg an diesem Nachmittag und ließ mich einfach treiben. Um 18 Uhr und von Sarria aus nach 16 km erreichte ich Mercadoiro. Mir gefiel diese schön angelegte Herberge im Nirgendwo und – ich bekam auch noch um diese Zeit ein Bett dort !!!


Ich glaube ich war im Laufrausch an diesem Tag und habe tatsächlich gemütliche 42 km zurückgelegt. Für die Etappenbeschreibung habe ich mich aber entschieden, die normalen Etappen anzugeben, Triacastela – Sarria und Sarria – Portomarín.

Von Mercadoiro bis Portomarín am Belesar-Stausee sind es noch 4 km. Eine lange, moderne Brücke zieht sich über diesen Stausee, die ich aber erst am nächsten Tag zu sehen bekam.

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